Stadtkaplan Roland Högner verabschiedet sich

„Ich hatte nicht gewollt, aber du überwandest meinen Willen, meinen Widerstand, mein Herz“. Dieses Zitat aus einer Predigt von Dietrich Bonhoeffer, trifft die Geschichte des Lauinger Kaplans Roland Högner mit dem Priestertum ins Schwarze. Als so genannt „Spätberufener“ begann der gebürtige Memminger erst nach verschiedenen geisteswissenschaftlichen Studien und dreijähriger Arbeit mit drogenabhängigen Jugendlichen das Studium der Theologie. Am 29. August 2008 wurde er in Augsburg zum Priester geweiht.

Nun verlässt Roland Högner seine erste Kaplansstelle in Lauingen. Der geschätzte Seelsorger geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. In Lauingen habe er einen guten Start in sein Priesterleben erlebt und bedauere es, dass er kein drittes Jahr in der Herzogsstadt bleiben könne. Er sei aber ganz zuversichtlich, dass er an seinem künftigen Wirkungsort Buchloe ebenso freundlich aufgenommen wird wie in Lauingen. Högner bedankte sich allseits für die Unterstützung, die ihm zuteil wurde.

Franz Bauer dankt Roland Högner        Stadtpfarrer Lothat Hartmann würdigt Högner
Stadtpfarrer Lothar Hartmann dankte Högner für seinen Einsatz vor allem in der Betreuung behinderter Menschen und seinen Einsatz in der Ministrantenarbeit. Für diese bedankten sich Katja Wagner, Anna Habermann, Pia Traub, Anna Wagner und Julia Hitzler für die sehr gute Gemeinschaft beim scheidenden Kaplan. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Franz Bauer dankte ebenfalls für das hohe Engagement des Geistlichen und hob die stets interessanten Predigten hervor, deren Grundlagen Bauer in den erwähnten Studien und Högners Sozialarbeit vermutete. Den anschließenden Empfang im Pfarrheim umrahmte musikalisch die Fanfare-Brass-Band unter Leitung von Norbert Ruchti.