Katholiken feiern Erntedank

Auch in diesem Jahr war der Festgottesdienst zum Erntedankfest in unserer Pfarrkirche, dem Martinsmünster, von zahlreichen Gottesdienstbesuchern besucht. Nach der liturgischen Eröffnung ging Stadtpfarrer Lothar Hartmann mit einigen Gedanken auf den tieferen Sinn des Erntedankfestes ein und meinte, solange sich der Mensch als Teil einer göttlichen Schöpfung begreift, wird er Teile dieser Schöpfung wie z. B. seine Nahrung aus Ackerbau und Viehzucht auf Gott zurückführen und sich zu Dank verpflichtet wissen. Dies gilt vor allem dann, und dies ist die zweite Quelle, wenn sich der Mensch als abhängig vom Naturkreislauf erfährt, in den die Nahrungsgewinnung eingebunden ist. Der Abschluss der Ernte bietet darum immer Anlass zu Dank und Feier.

In einführenden Worten  erläuterte der 1. Vorsitzende des Bayer. Bauernverbandes, Ortsgruppe Lauingen, Herr Vitus Kleinle, zu Beginn des Gottesdienstes den Sinn des Erntedankes aus heutiger Sicht der Landwirtschaft.

Nach der Segnung  des Blumenschmucks an den Bänken und der Erntegaben - welche wie alljährlich liebevoll von den Landfrauen aus der Pfarrei  vor dem Volksaltar aufgebaut waren - durch Diakon Gerhard Nothaas, feierte Stadtpfarrer Hartmann den Festgottesdienst, der durch die Stadtkapelle Lauingen unter Leitung der Dirigentin Frau Ingrid Philipp musikalisch umrahmt wurde.

In seiner Predigt vertiefte Stadtpfarrer Hartmann den Schöpfungsgedanken und dessen Betrachtungsweise in Bezug auf den Erntedank.  In einer Zeit, in der die ökonomische Betrachtungsweise dieser Welt immer mehr durch die ökologische ergänzt wird, täte eine Rückbesinnung auf die Abhängigkeit von der Natur und auf die notwendige Dankbarkeit gegenüber Gott gut. Das Erntedankfest ist ein Gradmesser für dieses gesellschaftliche Bewusstsein, meinte Stadtpfarrer Hartmann.

Beim Gabengang brachten sowohl Kinder als auch Erwachsene aus verschiedenen landwirtschaftlichen Familien unterschiedliche Symbole aus dem Alltag sowie Brot und Wein zum Altar, verbunden mit einem Fürbittgebet.

Am Ende des festlichen Gottesdienstes dankte Stadtpfarrer Hartmann allen Helferinnen und Helfern, welche den Gottesdienst mit vorbereitet hatten, den Landfrauen für den liebevollen Kirchenschmuck aus dessen Verkauf ein Erlös von 500,-€ erzeilt werden konnte, welcher der Renovierung der Andreaskirche zugute kommt, der Stadtkapelle Lauingen für die musikalische Umrahmung, der Fahnanabordnung des Bauernverbandes Ortsverband Lauingen und Fr. Kugler für die inhaltliche Vorbereitung des Gottesdienstes.

Mit dem Schlußsegen und dem feierlichen Te deum ging der Festgottesdienst zu Ende.